Wahrheit, Wirklichkeit und Fiktion - Say What?

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Wahrheit, Wirklichkeit und Fiktion - Say What?

Beitrag von Lünna am Fr Okt 07, 2011 10:04 pm

Wenn ich das richtig verstond, so soll der bisherige Arbeitstitel „Wahrheit, Wirklichkeit und Fiktion – was ist Wahrheit und/oder welchen Wahrheitsbegriff wollen oder brauchen wir?“ erst einmal eine grobe Themenrichtung vorgeben.
Mich allerdings bringet er eher dazu mit den Armen zu rudern (mag lustig aussehen, ist aber anstrengend). Kann mir jemand vielleicht ungefähr sagen, wie eventuelle Vorträge gestaltet sein könnten? Wäre vielleicht auch hilfreich, wenn man selber auch nicht abgeneigt ist, einen Vortrag zu halten, nur noch keine konkreten Vorstellungen hierzu hat.
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Re: Wahrheit, Wirklichkeit und Fiktion - Say What?

Beitrag von Patrick Schopenhauer I. am Mo Okt 10, 2011 11:57 am

Liebe Linda,

du hast recht: der bisherige Arbeitstitel bezeichnet eher eine grobe Richtung. Er wird auch - spätestens, wenn ich im November die Aushänge schreibe - noch präzisiert. Dafür möchte ich aber gern noch mit ein paar Leuten im Stud. Kolloquium Rücksprache halten.
Dennoch wäre es bereits möglich, Vortragsthemen zu konzipieren und an mich heran zu treten. Am besten wären hier nicht nur ein darstellerische, sondern problemorientierte Ansätze. Beispielsweise möchte Bine ausgehend von der Verwendung der Wirklichkeitsthematik in der modernen Kinokunst (Stichwort: Matrix Trilogie) zu Baudrillards Medien- und Wirklichkeitstheorie hinüberleiten (Stichwort: Simulacrum; Hyperrealität), darüber schließlich zu einer Kritik an "klassischen" Wirklichkeitsauffassungen vor dem Hintergrund der Postmoderne (wobei imho insbesondere die Frage nach dem entsprechenden Wahrheitsbegriff von Interesse ist). (Ich hoffe, ich gebe ihre Konzeption einigermaßen adäquat wieder; keine Gewähr.)
Dagegen werde ich eine kurze Darstellung pragmatistischer Ansätze (James, Peirce, Dewey; aber auch Habermas) bemühen, um dann auf ihre Unzulänglichkeiten hinweisend entsprechende kritische Argumente zu entwickeln. (Mal schauen, wie fruchtbar das wird.)
(Und ich kann mir vorstellen, dass Dennis G. den Logischen Empirisimus und den kritischen Rationalismus gegeneinander antreten lassen wird.)

Bisher ist die Reichweite der möglichen Vortragsthemen also noch recht weit. Gern würde ich das eingrenzen und enger zusammenbinden: Eine konkrete Fragestellung - die dennoch nicht allzu speziell ist - fördert Kontroversen und damit Diskussionen. Im letzten Workshop ("Was und wozu ist Philosophie?") haben wir das mEn recht gut durchgeführt. Im gegenteiligen Fall redet man gewissermaßen nebeneinander her.

Bei der näheren Eingrenzung und Spezifikation werde ich aber auch alle bis dahin eingegangenen vorgeschlagenen Vortragsthemen berücksichtigen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen.
Sobald diesbezüglich Neuigkeiten vorliegen, melde ich mich an dieser Stelle zurück.

Liebe Grüße
p.
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Patrick Schopenhauer I.

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