Philo Workshop IV - Themenausschreibung

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Philo Workshop IV - Themenausschreibung

Beitrag von Patrick Schopenhauer I. am Mi Nov 14, 2012 8:44 am

Philosophischer Workshop

Dass Studieren auch eine soziale Angelegenheit ist oder zumindest sein sollte wird kaum jemand bestreiten. Doch wie steht es mit der sozialen Dimension der Philosophie? Das Bild des einzelgängerischen Philosophen, der allein über seinen Schriften brütet ist zwar populär, doch nicht unbedingt korrekt. Zumindest gilt in der Philosophie wie in jeder anderen Wissenschaft und auch im Alltagsleben: Erst durch die kritische Diskussion mit anderen Menschen werden viele Fehler offenbar und damit ausräumbar. Neben dem klassischen Rahmen des angeregten Disputs im Seminar, auf den Fluren der Universität, den Sofas der Fachschaftsraums oder den Bänken von Studentenkneipen haben sich institutionalisierte Diskussionsforen seit langem bewährt.

Aus diesem Grunde bietet der Fachschaftsrat Philosophie jede Woche ein Philosophisches Kolloquium von Studierenden für Studierende an, das thematisch offen angelegt ist und in dem deshalb neben studentischen Arbeiten auch eure eigenen Ideen und Konzeptionen präsentiert und diskutiert werden können (siehe Seite XX). Daneben fanden in den vergangenen Jahren zwei Workshops mit engerer Themenbindung statt. Im Laufe eines ganzen Samstages wurden jeweils etwa ein halbes Dutzend Vorträge zu einem bestimmten Themenfeld bzw. zu einer Problemfrage gehalten und kritisch unter die Lupe genommen. Im Jahr 2010 widmeten wir uns dem sogenannten „Leib-Seele-Problem“ (oder auch: „Körper-Geist-Problem“) und im Jahr 2011 stellten wir uns gemeinsam die Frage nach dem Objektbereich, der Aufgabe und dem Nutzen des Faches Philosophie im Allgemeinen.

Auch in diesem Wintersemester mag wieder ein solcher eintägiger Workshop stattfinden. Was dazu fehlt ist in erster Linie ein Thema – und da seid ihr gefragt: Gern nehmen wir eure Themenwünsche entgegen und konzipieren dann mit demjenigen Thema oder demjenigen Problem, das den meisten Anklang und vielleicht auch den kontroversesten Disput verspricht einen dritten Philosophischen Workshop. Wir würden uns also sehr freuen, wenn ihr euch in die Konzeption und Planung einbringen möchtet.

Themenvorschläge können bis zum 26. November abgegeben werden. Der beste bzw. meistunterstützte Vorschlag wird dann den thematischen Rahmen des an einem Samstag im Januar 2013 stattfindenden Workshops bilden. Falls ihr interessiert seid, kommt am besten an einem Dienstagabend in das Philosophische Kolloquium von Studierenden für Studierende (im Notfall könnt ihr auch diesen Thread nutzen, um euren Vorschlägen eine Plattform zu bieten).

Wir freuen uns über eure Beteiligung!
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Patrick Schopenhauer I.

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Re: Philo Workshop IV - Themenausschreibung

Beitrag von Kagozaiku am Mi Nov 14, 2012 6:55 pm

Hier ein paar Vorschläge:

Robert Brandoms Inferentialismus
Wissenschaft als Mantik (da gibt's ein Buch von Wolfram Hogrebe, glaube ich)
Philosophie als Hermeneutik (oder meinetwegen auch nur einen Workshop, der in das Themengebiet einführt)
Amerikanische Philosophie und deren Einfluss
Religion und Gesellschaft (welchen Stellenwert darf/sollte Religion in einer Gesellschaft haben?)

Das als erste Anregung.
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Re: Philo Workshop IV - Themenausschreibung

Beitrag von pinkbine_1986 am Mi Nov 14, 2012 7:30 pm

Workshopschwerpunkt: Phänomenologie und Psychoanalyse
-> Existentielle Psychoanalyse (Sartre)

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Re: Philo Workshop IV - Themenausschreibung

Beitrag von MrGreen am Mi Nov 14, 2012 8:29 pm

Methode und Erkenntnis

Ist es der Gegenstand, der eine Erkenntnis abwirft? Ist es die zugrunde liegende Methode mit der ein Gegenstand bearbeitet wird, welche die Erkenntnis abwirft? Wann lässt sich davon sprechen, dass eine Methode "besser" als die andere ist? Lässt sich eine Methode von/mit einer anderen Methode aus kritisieren? Oder ist eine Methode nur durch sich selbst ernsthaft kritisierbar? Haben uns "historische" Methoden heute noch etwas zu sagen (zB. die Methode Descartes' oder die Transzendentalphilosophie)? Ist eine Methode eher systemisch oder geschichtlich zu verstehen?

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