VL-freie Zeit 02./03.2014 und einige Ankündigungen

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VL-freie Zeit 02./03.2014 und einige Ankündigungen

Beitrag von Patrick Schopenhauer I. am Mi Feb 05, 2014 9:42 am

Liebe Leute,

das Semester neigt sich langsam dem Ende zu, die Vorlesungszeit findet ihren Abschluss und die vielen langen Jahre, die wir im alten FS-Keller gastieren durften, sind ab Mitte März leider endgültig vorbei. In diesem apokalyptischen Szenario halten wir trotzig noch einen Rest Redlichkeit aufrecht und zelebrieren zweiwöchentlich unser Studentisches Kolloquium mit folgenden Terminen:

18. Februar – René: „Gibt es implizite Überzeugungen?“
04. März – Patrick: „Die Tragödie der Aufklärung“

Gegebenenfalls findet außerdem am 18. März ein Vortrag von Till zu parakonsistenter Logik statt. Wenn dies der Fall sein sollte, werde ich das noch bekannt geben. De facto ist mein Vortrag am 4. März der letzte, der im FS-Keller gehalten wird. Danach wird das Kolloquium auf einen Seminarraum ausweichen müssen – der dann freilich frühestmöglich offiziell kommuniziert wird. Mit dem 4. März lege ich außerdem die Betreuung des Stud. Kolloquiums nieder, womit eine knapp sechsjährige Liebesbeziehung endet…
Meine Funktion wird sodann von Mariama übernommen, die ggf. auch Umstrukturierungen am Konzept des Kolloquiums vornehmen wird. Ich freue mich sehr darüber, dass Mary sich für diese Aufgabe bereit erklärt hat und bin mir sicher, dass unter ihrer Betreuung das Kolloquium mindestens genauso gut wird, wie es die vergangene Zeit über war.

Liebe Grüße
Patrick
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Re: VL-freie Zeit 02./03.2014 und einige Ankündigungen

Beitrag von LordGreen am Sa Feb 15, 2014 9:32 am

18.02 - Rene aka LordGreen
Wie üblich um 18:30 im Fs-Raum (23.21.U1.26)

Thema (vorläufiges Ergebnis der Masterarbeit): "Was bedeutet es implizite Vorurteile zu haben?"

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"It is perhaps the case that early in the development of any construct, there are moments of understandable und even required confusion about the appropriate manner in which the construct should be treated." (Banaji et al., 2001).

In der Sozialpsychologie wird untersucht, inwiefern das Denken und Verhalten der Menschen durch soziale Beziehungen beeinflusst wird. Das Phänomen der Diskriminierung ist eins der vielen Untersuchungsgegenstände der Sozialpsychologie. In diesem Zusammenhang nimmt das Konzept der impliziten Vorurteile mehr und mehr an Bedeutung zu. Diese Vorurteile werden typischerweise als Überzeugungen gegenüber einer sozialen Gruppierung betrachtet. Es werden häufig Verhaltensmerkmale gemessen, welche nicht der bewussten Steuerung unterliegen. Zu solchen Verhaltensmustern gehören zum Beispiel das Augenzwinkern im einem Gespräch oder andere körpersprachliche Merkmale. Anhand dieser Messungen können häufig verlässliche Prognosen darüber abgegeben werden, wie sich soziale Vorstellungen auf bestimmte Beurteilungen oder Verhaltensweisen auswirken. Oftmals weichen die bewussten Überzeugungen einer Person drastisch von den impliziten Messungen ab. Welche Überzeugung hat man, wenn diese beiden Kategorien sich widersprechen? Was bedeutet es genau, wenn solche impliziten Vorurteile postuliert werden? Es bedeutet jedenfalls etwas anderes als die Angabe darüber, wie häufig jemand mit den Augen zwinkert. Man geht davon aus, dass etwas mentales der Person gemessen wird, was sich in ihrem Verhalten manifestiert. Sind es mentale Zustände? Sind es Prozesse?

In diesem Zusammenhang kann auf die Frage "If my IAT shows automatic White preference, does that mean that I’m prejudiced?" (Banaji et al.,,2004) keine klare Antwort gegeben werden: "This is a very important question. Social psychologists use the word “prejudiced” to describe people who endorse or approve of negative attitudes and discriminatory behavior toward various out-groups" (Banaji et al., 2004 ). Worauf jedoch hingewiesen wird, ist die Tatsache, dass in Situationen, in denen wenig Achtsamkeit waltet, die impliziten Vorurteile erheblichen Einfluss auf das Verhalten haben. Nichtsdestotrotz bleibt die Frage, was es genau bedeutet, implizite Vorurteile zu haben, unbeantwortet. Um eine Antwort darauf geben zu können, sind diverse Vorüberlegungen nötig...

--

Wer kommen möchte, kann seine eigenen "impliziten Vorurteile" mal probeweise messen:

https://implicit.harvard.edu/implicit/germany/

"Es ist klar, dass Menschen nicht immer sagen, was sie denken. Und es wird angenommen, dass sie auch nicht immer wissen, was sie denken..." (project implicit)

LordGreen

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